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Berichte aus dem Gemeinderat

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

der Bauausschuss befasste sich im April mit einer Flächennutzungsplanänderung der Gemeinde Mistelgau (als Träger öffentlicher Belange) sowie mit einer Änderung des Bebauungsplans „Schiesser“ hinsichtlich der zulässigen Dachformen. Daneben wurden wieder zahlreiche Bauanträge behandelt. Für die Erschließung „Brunnenwiese West – 3. Bauabschnitt“ wurde eine Baugrunduntersuchung in Auftrag gegeben. Ebenso erfolgten Aufträge für den Austausch eines Türblatts in der Herrenumkleide des Schwimmbads und für Installationsarbeiten im Kindergarten Eckersdorf für den Einbau der Küchen in den Gruppenräumen.

 

Im Gemeinderat referierte Markus Ruckdeschel von der Energieagentur Nordbayern als „Energiecoach“ für die Gemeinde Eckersdorf über Energieverbrauch, Potentiale für erneuerbare Energien und das weitere Vorgehen hinsichtlich dieser für die Gemeinde kostenfreien Beratungsleistung. Wie bekannt, wurde Eckersdorf als eine von 33 oberfränkischen Kommunen in dieses Pilotprojekt aufgenommen. Potentiale werden laut Energiecoach vor allem im Bereich Photovoltaik auf Dächern gesehen. Nun geht es in die Details. So werden Liegenschaften der Gemeinde energetisch untersucht (z. B. Rathaus und Bauhof). Dann wird ein Begehungsprotokoll mit Maßnahmevorschlägen erstellt. In Arbeitsgruppen werden weitere Ansätze zu den erneuerbaren Energien diskutiert. Am Ende steht ein Aktionsplan für die Kommune mit einer Reihe konkreter Vorschläge. Wir dürfen gespannt sein! Ich werde Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten!

 

An dieser Stelle möchte ich einige Worte zum Thema Breitbandversorgung / schnellere Internetanbindung verlieren. Das in der Presse oft zitierte neue Förderprogramm des Freistaats Bayern stellt eine geeignete Chance dar, in diesem Bereich wichtige Schritte voranzukommen. Lassen Sie mich dennoch deutlich machen, dass es sich ganz bewusst nicht um ein Programm zur weiteren Grundversorgung handelt. Durch die Bekanntmachung der neuen Förderung wurden hier teilweise falsche Hoffnungen bei der Bevölkerung geweckt. Nicht zuletzt auch durch Aussagen der Regierungen in Berlin und München, dass innerhalb weniger Jahre alle Privathaushalte flächendeckend mit ausreichend Internetverbindungen versorgt werden. Die Herstellung einer ausreichenden Versorgung in unserer Flächengemeinde wird Millionen Euro kosten. Deshalb möchte ich Ihnen ganz realistisch mitteilen, dass die Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles tun wird, um den Breitbandausbau voranzutreiben. Es wird allerdings finanzielle Grenzen geben und niemand kann sagen, wann alle unsere Orts- und Außenortsteile ausreichend versorgt sein werden. Meine große Hoffnung ruht hier darauf, dass sich der Bund seiner grundgesetzlichen Verantwortung (auch finanziell) stellt und den Kommunen unter die Arme greift.

 

 

Herzliche Grüße

Ihre

 

gez. Sybille Pichl

Erste Bürgermeisteirn